Fabian Nicolay startete im Jahr 1991 als Art Director des damals grössten europäischen Ökomagazins „Natur“ (Ringier Verlag) ins Berufsleben, genau zu einem Zeitpunkt, an dem die Wende des wiedervereinten Deutschlands als Ergebnis einer „friedlichen Revolution“ und als Sieg der Freiheit gefeiert werden durfte. Dennoch: In diesen aufstrebenden, zukunftsoptimistischen Jahren zeichneten sich schon neue ideologische Kampfzonen ab, die bewusst machten, wie stark die Meinungsfreiheit im vereinten Deutschland in Bedrängnis kommen würde, wenn Deutungshoheiten mit der Kraft bedrohlicher Narrative des Weltendes von Populisten ausgeübt werden. Damals waren es die Apologeten des Klimawandels, die bereits keinen Widerspruch duldeten. Man begann skeptische Wissenschaftler und Medienvertreter offen zu diskreditieren und kaltzustellen, wenn sie es wagten, den gängigen Bedrohungsszenarien zu widersprechen oder sie zu hinterfragen. Plausibilität war schon zu diesem Zeitpunkt kaum noch Kriterium des Arguments, sondern vielmehr dessen moralischer Anspruch im Juste Milieu. Dem einst ökosozial-bewegten Fabian Nicolay war das zunehmend fremd. Man spürte förmlich, was es bedeutet, wenn die Aufklärung in den Händen von Dogmatikern rückabgewickelt werden soll, aber dies als Sieg der Vernunft verkauft wird.
Fabian Nicolay empfand es entsprechend als logischen Schluss, denjenigen Gehör zu verschaffen, denen man gern den Mund verbieten wollte oder es schon wirksam tat. Denn wessen Meinung als Gefahr gesehen wird, muss Wichtiges zu sagen haben. Fabian Nicolay schloss sich 2013, wenige Jahre nach Gründung der Achse des Guten seinen Freunden Henryk Broder, Dirk Maxeiner und Michael Miersch an. Er wurde Mitgesellschafter und Herausgeber von Achgut.com, das er zum grössten Autorenblog Deutschlands aufzubauen half. Bei Achgut.com kann Fabian Nicolay tagtäglich der Meinungsfreiheit jenseits des Deutungskorridors Geltung verschaffen. Denn kaum ein gesellschaftlich relevantes Thema wird in Deutschland noch ergebnisoffen und haltungsfrei diskutiert. Es haben sich moralistische Denk- und Sprechgebote herausgebildet, die von den Leitmedien kuratiert und von sogannten zivilgesellschaftlichen Interessensgruppen streng gehütet werden. Die Schweigespirale und das hermetische Vernunftverständnis dieser deutschen „Öffentlichkeit“ müssen eingedämmt werden, damit gesinnungsstaatliche Ideologien sich nicht durchsetzen und Demokratie, Meinungsfreiheit und Gewaltenteilung gefährden. Deshalb tritt Fabian Nicolay dafür ein, dass der Zweifel und das offene Wort von keinem Feigenblatt verdeckt werden.
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